09 02 2010
Handy-Displays mit Quantentechnik
Verschiedene Handy-Hersteller planen den Einsatz der neuen Quantentechnik QTC bei Mobiltelefonen.
Die meisten Handy-Hersteller setzen aktuell für ihre Touchscreen-Handys sogenannte resistive Bildschirme: bei dieser Technik handelt sich um Displays, in die eine von einem Gitter durchzogene berührungsempfindliche Folie eingearbeitet ist. Drückt der Nutzer auf so ein Display, ändern sich an der jeweiligen Stelle der elektrische Widerstand und so der Stromfluss, wodurch sich die Position des Nutzer-Fingers errechnet. Auf dieses Prinzip soll nun eine neue Technik aufsetzen, die von der britischen Firma Peratech entwickelt und QTC (Quantum Tunnel Composite) genannt wird. Dabei wird der sogenannte Tunneleffekt aus der Quantenphysik genutzt: ein Partikel kann demnach mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit durch eine Wand hindurch fliegen, statt daran abzuprallen – also praktisch fliegt es durch einen Tunnel in der Wand.
Vergleichbar wäre diese neue Display- Technik z.B. mit dem Unterschied zwischen einem billigen Keyboard und einem hochwertigen Klavier. Beim Billig-Keyboard ist es unwichtig, ob der Spieler kräftig in die Tasten schlägt oder nur sanft drückt. Durch die neue Display-Technik könnten sich neue Steuerungsmöglichkeiten ergeben. Bei einem Display würde der Unterschied z.B. in der Praxis bedeuten: ein leichter Druck, die angezeigte Seite scrollt langsam über den Bildschirm, ein wenig mehr Druck und schon scrollt das Bild rasanter über das Display. Oder es wäre möglich, durch Druck zu bestimmen, wie schnell sich Figuren in einem Spiel bewegt, wie laut der Lautsprecher eines Handys eingestellt wird usw..
Schon nächste Handy-Generationen könnten mit dieser Display-Technik damit ausgestattet sein und so neue Funktionen bieten. So plane u.a. Hersteller Samsung diese Display-Technik in Zukunft in seine Handys und Smartphones zu verwenden.
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